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Geschichte 2018-06-08T13:15:51+00:00

Geschichte

Individuelle, therapeutische Erziehung und Unterrichtung waren das Ziel. Die Zusammenführung zweier Schulen zur heutigen Peter Pan Schule birgte viele Meilensteine und beginnt bereits im Jahr 1978.

Am 14. September 1978 wurde die Schule für Sprachbehinderte als „Westfälische Schule für Sprachbehinderte“ in Rheine-Wadelheim eingerichtet. Schulträger war zunächst der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Mit dem 01.08.1981 ging die Trägerschaft auf den Kreis Steinfurt über. Die Schule wurde benannt in „Wilhelm-Busch-Schule – Schule für Sprachbehinderte des Kreises Steinfurt – (Sonderschule im Primarbereich)“.
Im Oktober 1983 erfolgte aufgrund des Raummangels ein Umzug der Schule an die Siedlerstraße, Rheine-Eschendorf (östlicher Stadtrand), in das damals leerstehende Gebäude der Annette-Grundschule der Stadt.

Da sich der Kreis Steinfurt über eine große Fläche erstreckt, entstanden bereits 19XX die ersten Außenstellen, um den Kindern eine angemessene, spezifische Förderung in der Nähe ihres Wohnortes zu ermöglichen.
Auch hier gab es Veränderungen: Es gab beispielsweise in Westerkappeln separate Außenklassen in enger Kooperation mit der Grundschule – und wie auch heute noch in den Räumen der dortigen Grundschule Stadt – Phasen der Integration sprachbehinderter Kinder in Regelschulklassen bis hin zur heutigen Form der Dependance mit sechs Außenklassen.
Von 19XX bis 2002 existierte eine Eingangsklasse in Greven.
Auch veränderte sich das Einzugsgebiet der heutigen Schule durch neue Verbundschulen, in denen auch sprachbehinderte Kinder gefördert werden (z. B. in Lengerich).

Im Jahr 2002 wurde der Grundstein für einen Schulneubau einer damals sogenannten „Verbundschule“ gelegt.

Hierfür gab es mehrere Gründe:
Aufgrund der steigenden Schülerzahlen und der Erweiterung des Angebotes der Ganztagsbetreuung in der Annette-Grundschule beanspruchte diese die benutzten Räume selbst.

Der alte Gebäudetrakt in der Siedlerstraße ließ sich in Folge von Schäden durch immer wieder eintretendes Grundwasser nicht mehr restaurieren / erhalten.

Die am 1. September 1986 gegründete Schule für Erziehungshilfe des Kreises Steinfurt erhielt zu Beginn des Jahres 1994 den Namen des polnischen Arztes, Schriftstellers und Pädagogen Janusz-Korczak. Dieser begleitete 1942 die ihm anvertrauten jüdischen Kinder freiwillig ins Vernichtungslager Treblinka und wurde dort mit ihnen umgebracht. Aus der Leitungsfunktion zweier Weisenhäuser heraus entwickelte Janusz Korczak seine bedeutendsten reformpädagogischen Gedanken. Sein Leitmotiv:
„Das Kind wird nicht erst zum Menschen , es ist schon einer!“
Dieser Satz steht auch über dem pädagogischen Konzept der Schule. Nach dem Prinzip demokratischer Mitbestimmung, Mitverantwortung und der gemeinsamen Auseinandersetzung an Konfliktpunkten ist es Ziel dieser Schule, den Kindern mehr und mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben zu ermöglichen.

Träger der Janusz-Korczak-Schule ist der Kreis Steinfurt.

Seit 1991 hatte die Janusz-Korczak-Schule eine Dependance in Rheine für Kinder aus dem Primarstufenbereich. Bis zum Sommer 1997 fand der Unterricht in Räumlichkeiten der Diesterweg-Grundschule in Rheine statt. Die Unterrichtung von vier Jahrgangsstufen in zwei Klassenräumen gestaltete sich jedoch zunehmend schwieriger, so dass aufgrund der räumlichen Engpässe ein Umzug in das alte Arbeitsamt der Stadt Rheine erfolgte.
Für den Schulalltag eher nicht geeignete Räumlichkeiten und steigende Schülerzahlen ließen den Plan reifen, eine neue Schule zu errichten.
Der Kreis Steinfurt plante den Bau einer Verbundschule. Die Wilhelm-Busch-Schule (Sonderschule für Kinder mit Sprachbehinderungen) und die Dependance der Janusz-Korczak-Schule in Rheine (Sonderschule für Erziehungshilfe) sollten ein gemeinsames neues Zuhause erhalten.

Gemeinsam mit der damaligen Außenstelle der Janusz-Korczak-Schule in der Talstraße wurde eine Verbundschule geplant, in der in zwei Abteilungen (Schule für Erziehungshilfe und Schule für Sprachbehinderte) am gleichen Ort in einem neuen Gebäude arbeiten können. Die Schule liegt in einem mittelständischen Wohngebiet. Einzelne Geschäfte (Supermärkte, Bäckerei, Eisdiele, Blumenladen) befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Im Jahre 2003 ziehen die Janucz-Korczak-Schule und die Wilhelm-Busch-Schule in das neue Schulgebäude ein und werden zur Verbundschule. Es wird eine Aufgabe der folgenden Jahre sein, die Zusammenführung der beiden Sonderschulformen vorzubereiten, konzeptionell zu begleiten und weiterzuentwickeln.

Einige Faktoren bedingten die verbesserte Zusammenarbeit der beiden Abteilungen:
Einigung und Entscheidung für den neuen Schulnamen „Peter-Pan-Schule“ besseres gegenseitiges Kennenlernen der jeweiligen Abteilungen und der speziellen Probleme der jeweiligen Schülerinnen und Schüler

Aktuelle Situation
So ist inzwischen eine Schule entstanden, in der die alle Beteiligten: Schulleiter und Konrektor, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler in vielen Bereichen separat arbeiten und dieses auch so fortführen werden, jedoch auch zunehmend Gemeinsamkeiten entdecken, planen und durchführen können.
Die Dependance Westerkappeln bleibt in den Räumen der örtlichen Grundschule erhalten.
Als Schulträger ist der Kreis Steinfurt für die sächliche Ausstattung der Schule und für das nichtlehrende Personal wie Hausmeister und Sekretärin zuständig. Das Land NRW ist für die personelle Ausstattung mit Lehrerinnen und Lehrern verantwortlich.

Durch die Neuordnung der Förderschulen im Kreis Steinfurt im Schuljahr 2015/16 ist die Peter-Pan-Schule heute wieder eine reine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache im Primarbereich. Mit dieser Neuorganisation bekam die Peter-Pan-Schule neben dem Hauptstandort Rheine die Schulstandorte Ibbenbüren und Emsdetten. Die langjährige Arbeit in einer Außenstelle in Westerkappeln wurde damit beendet.